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Mitarbeitermotivation: Gibt es einen Königsweg?

Man kann Mitarbeiter motivieren, indem man sie antreibt, gute Leistungen zu erbringen. Das ist allerdings anstrengend und sorgt mitunter für Frust auf beiden Seiten. Ein zweiter Weg, der Mitarbeitermotivation ist sie zu manipulieren – mit Geld, Boni, Beförderungen, Status, Versprechen. Kurz: mithilfe der sprichwörtlichen Möhre vor der Nase. Das funktioniert kurzfristig, wie zahlreiche Studien immer wieder bestätigen, ist aber unethisch und verrät überdies ein fragwürdiges Menschenbild: Wer so führt, hält seine Mitarbeiter offenbar für Esel. Der dritte Weg, Mitarbeiter zu motivieren, ist sie – ganz konkret – zu ermutigen und Leistungen anzuerkennen.

Aber nur dann, wenn das Lob aufrichtig ist. Mit dem guten Willen, das Beste aus den Menschen herauszuholen, ihnen dabei aber eine Wahl zu lassen, macht es jedoch beiden Spass und hat in der Regel auch die grösseren und nachhaltigeren Effekte.

Schon Albert Bandura, Psychologe-Professor an der Stanford-Universität, konnte die positive Wirkung der Ermutigung nachweisen. Derart gelobte Mitarbeiter sind motivierter, stecken sich höhere Ziele und fühlen sich diesen stärker verpflichtet. Das geschenkte Vertrauen kann zudem bewirken, dass Menschen über sich hinauswachsen.

Was Menschen wirklich motiviert:

  1. Menschen wollen ihre Ziele erreichen
    1. Und sie möchten, dass dies bemerkt wird. Kurz: Sie wollen stolz auf ihr Tun sein: Entsprechend vermeiden sie als Führungskraft Situationen, in denen keine Aussicht auf Erfolg besteht oder diese nur gering ist.
  2. Menschen suchen soziale Beziehungen und Zugehörigkeit
    1. Erfolg lässt sich schliesslich erst geniessen, wenn er durch andere bestätigt wird. Denn auf Anerkennung folgt meist auch Zugehörigkeit.
  3. Auch Macht motiviert.
    1. Die beiden ersten Punkte führen automatisch zu einem gewissen Einfluss auf die jeweilige Gruppe: Respekt, Status und Einfluss steigen. Und das ist ebenfalls ein enormer Ansporn. Psychologische Studien zeigen immer wieder: Das permanente Gefühl von Ohnmacht hingegen demotiviert und macht Menschen sogar krank.

Studien belegen: Regelmässiges Feedback kann die Motivation und Leistung von Mitarbeitern um 10 Prozent steigern. Diese für erreichte Ziele und gute Leistungen zu würdigen und dies aufrichtig anzuerkennen, verbessert die Motivation gar um 17 Prozent. Ein wichtiger Nebeneffekt – die Beziehung unter den Mitarbeitern und zum Chef verbesserte sich ebenfalls.

Euer

Manuel Gomes